Bild (franz voelkl) In der Kinderchristmette stimmten die jungen Akteure beim Krippenspiel in der vollbesetzten Pfarrkirche auf den Heiligen Abend ein.

Waldthurn(franz voelkl) Mit einer Trompetenfanfare marschierten die Boten des Kaisers in das Gotteshaus ein und verkündeten martialisch, dass sich alle an der Volkszählung beteiligen müssen. Jonas Götz, Maximilian Rieder und „Kaisersprecher“ Jonas Feiler nahmen dabei die vielen Besucher der Kinderchristmette mit in das traditionelle Krippenspiel.

Franz Wittmann leitete in diesem Jahr zum 30. Mal das Krippenspiel, seine Ehefrau Silvia begleitet die imposante Aufführung der jungen Christen ebenfalls seit mittlerweile drei Jahrzehnten als Leiterin und Initiatorin der Flöten- und Gesangsgruppe. Das Ehepaar führt alljährlich die Mädchen und Buben, sowie die Jugendlichen zu musikalischen und schauspielerischen Höchstleistungen – die jungen und älteren Kinderchristmettenbesucher quittieren dies seit Jahrzehnten mit großem Dank und Bewunderung.

In beeindruckender Weise stellten die jungen Schauspieler die Verkündigung der Volkszählung, die Herbergssuche, die Verkündigung an die Hirten und die Szene der Anbetung an der Krippe von Bethlehem dar.

Alessandro Götz zeigte dabei als Josef und Valentina Stahl als Maria eine souveräne und unaufgeregte Leistung. Die hübschen Engelchen Romina Reil (Verkündigungsengel) sowie Sophia Kleber, Elena Stahl, Felizitas Winkler, Eliane und Hanna Tretter zogen zur Freude der Gottesdienstbesucher durch die Kirchengänge und stimmten auf den Heiligen Abend ein. Als Hirtenknabe fungierte Julius Hornstein, der unnachgiebige Wirt war Sebastian Daubenmerkl und die Hirten wurden von Stefan Pühler, Lukas Kleber, Anton Neuber, Lorenz Meckl und Vincent Fenzl dargestellt. Die Musikgruppe und Christoph Pausch an der Violine begleiteten das traditionelle Geschehen.

Pfarrer Marek Baron zog zuvor mit den Ministranten unter den Orgelklängen von Dr. Marietta Kellner ein.

„Die Geburt Jesu gibt Weihnachten erst den Inhalt. Was hätte der ganze Trubel für einen Sinn, wenn die Krippe nicht wäre“, meinte Baron. Wichtig sei es, auch in dieser Zeit nicht mit der Liebe zu den Mitmenschen zu sparen.

Im abgedunkelten Gotteshaus erklang am Schluss das "Stille Nacht, heilige Nacht“ – die Kinder waren dann auch nicht mehr zu halten. Voller Vorfreude auf die Bescherung leerte sich schnell die Kirche samt Kirchplatz.