Bild (franz voelkl) Norbert Kellner (rechts), von der Kirchenverwaltung Waldthurn

Waldthurn (franz voelkl) „Auf dem Fahrenberg wurde im vergangenen Jahr mit der Altarweihe durch den Bischof Geschichte geschrieben“, erinnerte Norbert Kellner am vergangenen Freitag bei der Pfarrversammlung. Zu dieser am Patrozinium der Pfarrkirche stattfindenden Veranstaltung begrüßte stellvertretende PGR – Sprecherin Angela Wittmann die Pfarrangehörigen.

Für den verhinderten Kirchenpfleger Max Kick legte Kellner sehr kompetent Rechenschaft für das abgelaufene Jahr ab. So erinnerte er an den Beginn des Wallfahrtsjahres zum 1. Mai an die imposante Altarweihe durch Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer am 11. September 2016. „Wir wurden in der Vorphase immer belächelt, da keiner glaubte, dass in dieser kurzen Zeit eine Renovierung in solchem Umfang zu stemmen sei“, meinte der Redner. Der Kirchenverwaltung seien selbst schon Bedenken gekommen, als im Kalenderjahr 2015 archäologische Funde festgestellt wurden. „Ein besonderer Dank gilt dabei unserem Architekten Rudolf Meißner und seiner Mitarbeiterin Petra Reil, sowie allen beteiligten Handwerkern die sich engagiert für den Fortschritt der Arbeiten eingesetzt haben und so den Zeitplan eingehalten konnten“. Wenn auch derzeit noch kleinere Rest- und Nacharbeiten zu erledigen seien, gehe man davon aus, dass die geplante Kostensumme von 1.125.000 Euro nicht überschritten wird. Der Redner dankte für die Spenden im vergangenen Jahr. Für die überregionale Wallfahrtskirche kann an die Kath. Kirchenstiftung Waldthurn unter dem Stichwort: Renovierung Fahrenberg, (Konto-Nr. 100081256, Raiffeisenbank NEW-VOH, BLZ: 75363189) weiter gespendet werden.

Kellner sprach auch über den zwischenzeitlich behobenen Wasserschaden in der Pfarrkirche St. Sebastian. Die Schadensbehebung (Kosten 16.000 Euro) habe sich wegen der Trockenzeiten etwas in die Länge gezogen. Auch in der alten Sakristei sei ein Wasserschaden aufgetreten, der aber zwischenzeitlich repariert werden konnte. In der Kindertagesstätte (Kita) sind derzeit 47 Kinder im Kindergarten und 12 Kleinkinder in der Kinderkrippe. Weiter referierte Kellner über die Pfarrheimkosten in Höhe von 9.386 Euro, wobei die weltliche Gemeinde 50 Prozent übernimmt. Der Waldthurner Friedhof hatte Ausgaben von 1.695 Euro, dem gegenüber stehen Einnahmen in Höhe von 12.915 Euro. Die Personalkosten 2016 belaufen sich auf 50.531 Euro (ohne Kita einschl. Ehrenamtspauschalen).

Der Lennesriether Kirchenpfleger Georg Wittmann erklärte, dass derzeit keine umfangreichen Tätigkeiten in der Kirche und am Friedhof anstehen. Man mache sich über eine doch sehr kostenintensive neue Lautsprecheranlage für die Kirche und dem Friedhof Gedanken. Besonders die engagierte Mesnerin Sieglinde Ertl stellte Wittmann in den Fokus seiner Ausführungen.

Pfarrer Baron erklärte, dass er wenig Freude an Zahlen habe und nicht die Quantität entscheidend sei. Nach 17 Jahren Pfarrer in Waldthurn müsse man abwarten, was die Zeit für Veränderungen bringe, ließ Baron Platz für Spekulationen, ohne konkrete Aussagen zu machen.

Im vergangenen Jahr besuchten bei 1854 Katholiken durchschnittlich 343 die Gottesdienste (18,5 Prozent). Taufen gab es 12 - Verstorbene insgesamt 24. Zwei Kirchenaustritte und fünf Trauungen waren zu verzeichnen. 10 Kinder empfingen das Sakrament der Kommunion – 2017 sind es 12 junge Christen, die zum Tisch des Herrn gehen werden.

Franz Völkl ließ das umfangreiche christliche Leben und die Aktivitäten der vergangenen zwölf Monate in der Pfarrei in Wort und Bild vorbeiziehen.