(fvo) Am Samstagabend entführte ein Mann namens "Ha-Pe" die Besucher des Pfarrfaschings zu einer kurzweiligen Reise durch die 1970er und 1980er Jahre. Der unterhaltsame Conferencier (Hans-Peter Reil) hatte mit dem Pfarrgemeinderat keine Kosten und Mühen gescheut und viele hochkarätige Stars ins Pfarrheim eingeladen.

Nach den heißen Scheiben von Wuschelkopf-DJ Baxter (Thomas Bergmann) tummelten sich die Besucher auf der Tanzfläche. Hinter der top Organisation steckte der Pfarrgemeinderat mit den Sprecherinnen Birgit Bergmann und Angela Wittmann an der Spitze. Songs wie "Rivers of Babylon", "Song of Jamaica" oder auch "Du entschuldige, i kenn' di" von Peter Cornelius erklangen im großen Pfarrsaal.

Cowboy und Flower-Power

In der Landjugend-Bar nahmen die Gäste das "In-Getränk von damals", Asbach-Cola, unter den Klängen von Udo Jürgens "Aber bitte mit Sahne" zu sich. Jung- und Altpunker, hübsche Katzen, Paulchen Panther, Mesnerinnen mit Stirnbändern und Stulpen sowie Blumendamen feierten den narrischen Abend. Pfarrer Marek Baron war im weißem Frack und mit Karnevalsmütze unterwegs. Bürgermeister Josef Beimler war wie fast immer der nicht zu erkennende "Cowboy aus Woppenrieth". Der Lennesriether Marktrat Michael Steiner hatte sich mächtig ins Zeug gelegt und fegte samt Ehefrau im Flower-Power-Neon-Hosenanzug über die Tanzfläche.

Im weiteren Verlauf des Abends zogen lustige Einlagen und Sketche die Besucher immer wieder in ihren Bann. So trat Vader Abraham (Pfarrer Baron) mit den drei "mesnerischen Schlumpfinnen" (Sieglinde Ertl, Lisa Käs und Maria Glatter) auf die heiße Showbühne. Abkühlung erfuhren die Gäste, als Heino (Georg Kleber) cool und lässig sang. Dass eine neue Liebe wie ein neues Leben ist, wusste Jürgen Marcus alias Hans Beer aus Albersrieth mit seinem Backgroundchor. Als weitere Stars wurde Gus Backus (Birgit Bocka) samt Gesangtruppe verpflichtet.

Keine sieben Gänge

Die Lacher auf ihrer Seite hatten Tanja Sollfrank und Lucia Mäckl bei einem Sketch. Dabei besuchten sie als Paar ein vornehmes Restaurant und konnten sich mit den Regularien überhaupt nicht anfreunden. "Obwohl sieben Gänge angesagt waren, saßen wir mitten im Raum", meinte das Paar. Der Jugendchor "Amicanti" hatte eine weiße Leinwand aufgebaut, aus der in regelmäßigen Abständen und zu den Songs der 1970er und 1980er Jahre "die Waldthurner Spatzen aus Socken" heraus pfiffen. Durch die Reihen marschierten die "beiden Birgits", Birgit Bocka und Birgit Bergmann, als "Gitti und Erika". Das Marktrat-Duo "Die Schorschen", Georg Wittmann und Georg Bocka, verausgabten sich als "Klaus & Klaus" an der Nordseeküste. Zum Abschluss trällerte "Die Goldene Stimme von Waldthurn", "Ha-Pe", den Livesong, bei dem er von seiner "Babicka" schwärmte.