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Waldthurn (franz voelkl) „Der Strom mag mich“ war ein bekannter Spruch des vor 35 Jahren verstorbenen Mettener Paters und Elektromeisters Pirmin Beimler aus Albersrieth. Er wirkte im niederbayerischen Kloster Metten von 1930 bis 1982 mehr als 50 Jahre.

Der Abt der Benediktinerabtei, Wolfgang Maria Hagl kam samt Mettener Bürgermeister Erhard Radlmaier, dessen Stellvertreter  Wolfgang Paukner und der gesamte Marktrat unter anderen mit Marktgemeinderat Pater Markus Haering zu den Wurzeln der Altmettener Pater die um den Fahrenberg aufwuchsen.

Waldthurns Bürgermeister Josef Beimler begrüßte die Delegation dieses Kultur- und Begegnungsbesuch, stellte kurz die Marktgemeinde, das neue Rathaus und das Heimatmuseum samt den Exponaten des Albersriether Künstlers Josef Bodensteiner vor. Anschließend schauten die Niederbayern bei Pfarrer Norbert Götz vorbei, der die Geschichte der Pfarrkirche und seine Pfarrgemeinde vorstellte.

Am Marktplatz ging Beimler auf die Problematik der leerstehenden Häuser ein und zeigte aber dann mit dem Gesundheitszentrum von Stefan Hammerl ein absolutes Vorzeigeprojekt. „Fahren wir durch unsere wunderschöne 800-jährige Marktgemeinde“, war die Aufforderung des Rathauschefs. Der Lennesriether Hans Pausch zeigte die Mutterkirche der Pfarrei, St. Jakobus Lennesrieth.

Anja Holbaum referierte über das Waldthurner Rehazentrum. In Buch bei Frankenrieth, dort wo der verstorbene Mettener Pater Ansgar seine Kindheit verbrachte, empfing Eduard Schober die Delegation.

Überrascht waren die Besucher, als Ernestine Beimler, die Albersriether „Stahausnerin“ sie in die gute Stube bat und alte Zeitungsausschnitte mit Pater Pirmin Beimler präsentierte. Die Besonderheiten von Albersrieth erklärte Dr. Johannes Weig im Dorftreff. Mit einer Runde „hochprozentigem Oldtimerwasser“ empfing Monika Gollwitzer die Kulturfahrer am Fullertnhof in Woppenrieth. Peter Ertl und Jungmuseumsbesitzer Christoph Ertl zeigten im Oldtimermuseum Raritäten, die der im letzten Jahr verstorbene Alfons Gollwitzer liebevoll gesammelt hat. Der Abschluss des Tages war schließlich der Hammerwirt in Neuenhammer mit der Vorstellung der einzigen Privatkirche Bayerns durch Bürgermeister Johann Maurer.

Am Sonntagmorgen führte der Oberbernriether Georg Schmidbauer die Mettener durch die Fahrenberger Wallfahrtskirche, anschließend zelebrierte der Abt zusammen mit Pfarrer Götz und Pater Haering die Messe. „Die Orgel in der Lennesriether Kirche stammt aus dem Kloster Metten und wurde auf Vermittlung von Pater Pirmin in Lennesrieth installiert“, wusste der Ottenriether Alois Weig dem überraschten Abt nach dem Gottesdienst zu berichten.

Nach einem Kurzbesuch am Dimpfl, dem Heimatdorf von Pater Plasidus Gößl fuhr die Gruppe in die Nachbargemeinde nach Flossenbürg. Nach einer beeindruckenden Führung im KZ Flossenbürg und einer Stärkung in Surrers Radlhütte am Kühbachhof traten sie dann die Heimreise an.