Wie jedes Jahr kam eine große Wallfahrergruppe aus Bärnau, diesmal zum 198. Mal, zu Fuß auf den heiligen Berg und feierte in der Dreifaltigkeitskapelle Gottesdienst.

Hauptzelebrant und Prediger war an diesem Festtag in der Wallfahrtskirche Kaplan Daniel Stark. Er wirkt nach seiner Priesterweihe im Jahr 2013 in der Pfarrei Herz Mariens in Regensburg. „Er kennt den Heiligen Berg der Oberpfalz, den Fahrenberg sehr gut, denn er stammt aus Weiden – Herz Jesu“, erklärte Waldthurns Pfarrer Marek Baron einleitend.

Unter den Orgelklängen von Georg Schmidbauer zogen die beiden Geistlichen in die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung ein. „Die Liturgie ist die höchste Anbetung der Dreifaltigkeit“, meinte Stark am Beginn des Festgottesdienstes.

Der Geistliche erzählte eine Geschichte des Heiligen Augustinus, der am Meer einen kleinen Jungen beobachtete, der in ein großes Sandloch mit einer kleinen Muschel als Gefäß das ganze Meer hineinschütten wollte. „Genauso wie dieses Unterfangen ist es unmöglich, das Geheimnis der Dreifaltigkeit zu ergründen“. Der Mensch wolle heute für alles einen Beweis. „Die Dreifaltigkeit sind keine drei Götter sondern nur ein Gott. Wir können Gott nicht zu 100 Prozent erklären und beweisen“. Heute gebe es viele verschiedene Gottesbilder, so lassen manche Menschen Gott in Ruhe und er sie auch. Andere benötigen Gott nur als eine Art Feuerwehr. Gott sei einer, der in die Welt hineintritt und jeden Einzelnen von uns erkennt und wie ein Vater sei. Er sei als Vater, Sohn und Heiliger Geist gekommen, um uns zu erlösen. Als Dreifaltigkeit habe er die Sehnsucht, mit uns in Gemeinschaft zu treten. Glaube sei keine Einbahnstraße sondern eine Liebesbeziehung. Die Gebote seien dabei wie ein Treppengeländer, an dem wir uns festhalten können. „Der dreifaltige Gott ist ein Gott der Liebe, den wir zum Mittelpunkt des Lebens machen sollten“.

Mit dem „Großer Gott wir loben dich" wurde die feierliche Eucharistiefeier in der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung beendet.

 
 
Bild(fvo) Das erste diesjährige Fahrenbergfest zelebrierte der aus Weiden stammende Kaplan Daniel Stark.