Fahrenberg(fvo) „Stell Dir Dein Ziel oft genug vor und es wird passieren!“, zitierte Pfarrer Albert Hölzl den Cheftrainer der deutschen Leichtathletikmannschaft Idriss Gonschinska hinsichtlich der derzeit stattfindenden Olympischen Spiele in Rio. Der Tiefenbacher Pfarrer Hölzl zelebrierte zusammen mit dem Waldthurner Ferienpfarrer Janusz Kropiewnicki den Festgottesdienst beim „Großen Frauentag“ auf dem Fahrenberg. Dieser in Bayern als Feiertag gefeierte Festtag hat nichts von seiner Anziehungskraft und Attraktivität für die Gläubigen aus der Region verloren. Am vergangenen Montag pilgerten bei herrlichen Sonnenschein zum Fest Mariä Himmelfahrt, zum höchsten Marienfest des Kirchenjahres, mehr als 3000 Christen, ob an den drei Gottesdiensten oder zur festlichen Marienfeier am Nachmittag, zur Mutter Gottes auf den heiligen Berg der Oberpfalz.

Die Freiwillige Feuerwehr Bernrieth regelte den Verkehr perfekt, so dass jeder Gläubige, ob aus der näheren Umgebung oder aus Weiden, Neustadt/WN oder Tirschenreuth, pünktlich zum Hauptgottesdienst am Freialtar und im Gotteshaus kam.

Hölzl hatte den ungewöhnlichen Vergleich des Leichtathletiktrainers mit Maria gewählt. „Gott ist das Ziel und es wird passieren – an Maria siehst Du es!“.

So wie bei einem Navi habe auch Maria ihr Ziel bei Gott erreicht. Hölzl erzählte von den Lebenserinnerungen einer bisher ungläubigen Schauspielerin, die im Film „Jesus von Nazareth“ die Rolle der Maria übernahm. Die Frau wurde nach eigenen Aussagen durch diese Rolle verwandelt und es kam ihr vor, als habe Maria sie an die Hand genommen. Maria sei Vorbild für uns alle, an der Hand Gottes zu leben. In der heutigen Gesellschaft trauen sich viele nicht, öffentlich gläubig zu sein, obwohl sie sich nach ein Leben an Gottes Hand sehnen.

Gelungen rundeten die 18 Musikerinnen und Musiker der Trachtenkapelle Waldthurn unter der Leitung von Stephan Striegl den Festgottesdienst ab. Mit der Kräutersegnung und dem „Maria breit den Mantel aus“ endete die beeindruckende Festmesse, bei der die Friedensmadonna auf dem Dach der Wallfahrtskirche im hellen Licht der Sonne „förmlich mit einem Lächeln“ erstrahlte.

Der Rettungsdienst des BRK betreute die Gottesdienstbesucher bei den sommerlichen Temperaturen.

Nicht fehlen durfte für viele Gläubige nach den insgesamt drei Gottesdiensten das obligatorische „Bratwürstl“ oder eine süße Waffel und Kokosmakronen.

 
 
Bild (fvo) Großer Frauentag auf dem Fahrenberg. Waldthurner Ferienpfarrer Janusz Kropiewnicki (Dritter von links) und der Tiefenbacher Pfarrer und „Großer Frauentag“ - Hauptzelebrant Albert Hölzl (Vierter von links).