Die Erinnerungen an zwei alte Moonrider – Kumpels bringen eine Vielzahl an Motorradfreunden auf über 800 Meter Höhe

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Fahrenberg (franz voelkl) Seit 18 Jahren lädt der Motorradclub Moonrider zum großen Motorradgottesdienst auf dem Fahrenberg ein. Alljährlich erinnern die Moonrider in dieser Messe an die an einer heimtückischen Krankheit verstorbenen „Spezln“ Marco Bergmann aus Waldthurn und Rainer Stahl aus Albersrieth. Bei der Anreise zum Heiligen Berg der Oberpfalz brummte es gewaltig, die annähernd 400 Motorradfahrer kamen bis aus Bayreuth, Regensburg, Amberg oder einfach aus der näheren Region.

Motorradclubchef Marcus „Luky“ Lukas begrüßte die Biker „ganz sakrisch“.

Eine besondere Rolle kommt dabei in jedem Jahr dem Tiefenbacher Pfarrer Albert Hölzl zu, dessen Mutter Monika am Fuße des Fahrenberg in Lennesrieth geboren ist. Der Geistliche zelebrierte zusammen mit den Waldthurner Pfarrer Norbert Götz. Hölzl sprach von der Entstehung von Motorradgottesdiensten, wobei der erste am 7. Januar 1962 auf dem Nürburgring gefeiert wurde. Oft haben die Leute, die mit ihrem Zweirad zum Motorradgottesdienst kommen, wenig mit der Kirche zu tun. „Es scheint heute auch bei diesen Menschen das Bewusstsein da zu sein, dass es noch etwas Höheres gibt“. Bei Unglücken komme die verständliche Frage auf: „Wo war er denn der liebe Gott?“. Auch als Pfarrer habe man dafür keine Antwort sondern nur den Glauben. Jedem müsse klar sein, dass er sein Leben nicht allein in der Hand habe, es gebe einen Größeren.

Ihren Beitrag zum Gelingen des Gottesdienstes leistete die Gruppe Exit mit ihrem Kirchenrock – sie gehören mittlerweile zur Moonrider-Familie und erhielten von den zahlreichen Besuchern und Bikern am Schluss Beifall. Viel Weihwasser versprühte der Tiefenbacher Seelsorger nach dem Gottesdienst beim Segnen der Motorräder.