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10.08.2025 Seit einem Vierteljahrhundert Motorradgottesdienst am Fahrenberg

350 Bikerinnen und Biker haben sich am Wochenende am Fahrenberg zum Motorradgottesdienst getroffen. Schon zum 25. Mal findet der Gottesdienst zu Ehren von verstorbenen „Spezln“ statt. Die Besucher kommen inzwischen sogar aus Österreich.

Den MF Moonrider-Motorradgottesdienst am Fahrenberger Freialtar feierten Tiefenbacher Pfarrer Albert Hölzl (links) und Pfarrer Norbert Götz aus Waldthurn.

Wie jedes Jahr im August war am vergangenen Wochenende ein Brummen rund um und auf einem Heiligen Berg der Oberpfalz, dem Fahrenberg, zu vernehmen. Ein freudiges Ereignis stand an: röhrende Motoren, flatternde Motorradkleidung, glänzende Maschinen und offene Herzen. Sie alle hatten ein Ziel: den Motorradgottesdienst der MF Moonrider, die sich zum 25. Mal am Fahrenberger Freialtar auf 801 Metern über Meereshöhe trafen.

Alljährlich erinnern die Motorradfreunde in dieser Messe an die an einer heimtückischen Krankheit verstorbenen „Spezln“ Marco Bergmann aus Waldthurn, Rainer Stahl aus Albersrieth sowie an den erst im vergangenen Jahr verstorbenen Waldthurner Christian Müller, den alle nur „Brecher“ riefen.

Zirka 350 Motorradfahrer, Roller- und gar Quad-Fahrer kamen aus Waldmünchen, Schwandorf, Bayreuth, Cham und aus der näheren Region. Eine Abordnung aus Freudenberg, der früheren Heimat des Waldthurner Pfarrers Norbert Götz, der mitzelebrierte und einige inzwischen erwachsen gewordenen Biker schon getauft hatte, war ebenfalls angereist. Sogar Dresdner Kennzeichen und Gäste aus Wien und Oberösterreich waren in die nördliche Oberpfalz gekommen.

Motorradclub-Chef Marcus „Luky“ Lukas begrüßte die Biker und war von der großen Anzahl richtig beeindruckt. Er erinnerte an seine drei verstorbenen Kumpels, wobei diese alljährlich für das Wetter beim Motorradgottesdienst zuständig seien – und es an diesem Sonntag wieder besonders gut gemacht hätten. Eine besondere Rolle kommt dabei in jedem Jahr dem Tiefenbacher Pfarrer Albert Hölzl zu, dessen Mutter am Fuße des Fahrenbergs in Lennesrieth aufgewachsen war.

Hölzl, teilweise mit cooler Sonnenbrille unterwegs, meinte, dass man als Biker vielen Menschen begegne, aber Gott sei immer unter uns. Mit Jesus Christus, dem Gottessohn, habe man etwas Spürbares an der Seite. Der Fahrenberg sei auch für harte Biker ein Ort, der Geborgenheit schenke, man könne hier Gott Raum geben. Gott sei mehr als ein Sozius – er wolle mitlenken dürfen und uns den Blick weiten.

„Hier oben auf dem Fahrenberg begegnen sich nicht nur Himmel und Erde – hier begegnen sich Himmel und Straße. Hier treffen sich PS und Gebet, Asphalt und Andacht. Hier treffen wir uns und das ist gut so. Wir fahren los, immer wieder, und vertrauen darauf, dass Gottes Segen uns begleitet. Gute Fahrt – Gott fährt mit!“

Mäx Braun aus Kohlberg am E-Piano und die Sängerin Alexandra Adam aus Weiherhammer umrahmten die Bikermesse musikalisch, wobei das Duo einmal mehr die Biker, aber auch die restlichen Kirchenbesucher beeindruckte und die Bikermesse zu dem machte, was sie ist: eine tiefgreifende Feier zur Ehre Gottes. Moonrider-Biker Alexander Kiendl aus Edeldorf sprach die Lesung und Fürbitten. Viel erfrischendes Weihwasser versprühte der Tiefenbacher Seelsorger nach dem Gottesdienst beim Segnen der Motorräder.

Pfarrer Albert Hölzl versprüht nach dem Motorradgottesdienst Freude und Weihwasser und segnet die Motorräder.

Bild und Text: Franz Völkl

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